Konfetti für Kinderrechte Blauer Elefant

“Eine Kita-Verfassung regelt die Grundrechte in unserer Kita. Das wollen wir entsprechend würdigen”

Dies war die Motivation des Kita-Team’s vom “Kinderhaus Blauer Elefant” in Itzehoe für eine Verfassungseinführung, die ich so das erste Mal miterleben durfte.

Im Rahmen der Konzeptionsentwicklung nach §45 SGB VIII entschieden sich die pädagogischen Fachkräfte des Kinderhauses 2016, für die prozessorientierte Auseinandersetzung zu Beteiligungs- und Beschwerdeverfahren nach dem Vorbild

“Die Kinderstube der Demokratie”.

Andreas Schönefeld und ich durften das Team im Rahmen von insgesamt 4 ganztägigen Teamfortbildungen, sowie 3 Workshops fortbilden, beraten, begleiten und unterstützen.

So freute es mich besoners, dass ich auch an der Einführung der Kita-Verfassung aktiv mitwirken durfte.

Die Kita-Verfassung und die damit nun konzeptionell verankerten Beteiligungs- und Beschwerderechte, bekamen mit dem Fest im Kinderhaus Blauer Eflefant einen würdigen und rundherum gelungenen Rahmen.

 

Kinder haben Rechte!

Kinder haben Rechte

“Partizipation heißt, Entscheidungen, die das eigene Leben und das Leben der Gemeinschaft betreffen,

zu teilen und gemeinsam Lösungen für Probleme zu finden”

(Richard Schröder)

Partizipation und partizipative Strukturen sind kein neues pädagogisches Thema oder eine pädagogische Methode. Partizipation ist viel mehr. Es ist die Frage, für welche Werte des Zusammenlebens in unserer Gesellschaft wir uns einsetzen wollen. Alle Menschen als wertvolle und selbstbestimmte Individuen anzuerkennen und dafür zu sorgen, dass jeder Mensch geachtet und geschätzt wird, bedeutet sich auch als gleichwürdig gegenüber dem Menschenkind zu verstehen.

Es stellt sich also garnicht die Frage ob wir Kinder beteiligen, sondern wie wir sie beteiligen?

Partizipation (in der pädagogischen Arbeit) ist die Auseinandersetzung mit der eigenen Haltung gegenüber dem Kind.
Partizipation beinhaltet das Recht auf Beteiligung, Teilnahme, Mitwirkung, Einbeziehung, Mitbestimmung, Teilhabe und auch der Beschwerde, Klage, Wunschäußerung und Ideenweitergabe. Sie macht die Teilnahme aller Menschen, gleich welchen Alters und unterschiedlicher Voraussetzungen, deutlich. Gelingende Partizipation setzt eine demokratische, dialogische Haltung zwischen Kindern und Erwachsenen voraus.

Damit ist Partizipation grundlegend, auch für die pädagogische Arbeit.

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 Partizipation ist grundlegend von Kari Bischof-Schiefelbein&Anke Petersen

Changemanagement in der Pädagogischen Arbeit

 „Geben Sie Querdenkern eine Chance. Lassen Sie die Störer zu. Und, und das ist fast trivial: Bauen Sie Netzwerke.“

 ( Prof. Peter Kruse über Kreativität aufgerufen 19.02.2017)

Weiterentwicklung bedeutet für mich ein System/eine Einrichtung als lernende Organisation zu betrachten und alle Menschen im System/in der Einrichtung als Lernende zu verstehen.

Die Aufgabe als pädagogische Fachberatung  besteht für mich daher darin Veränderungen an zu stoßen, fachliche Impulse zu geben, Ressourcen zu erkennen und strategische Entwicklung zu ermöglichen.

Pädagogische Fachberatung agiert somit als Motivator und Prozessbegleitung von Organisationsentwicklung im Sinne des Changemanagements.

Veränderung braucht Motivation

„Da Motivation-unbewusst- durch den Wunsch gesteuert ist, etwas für andere zu tun, führt es in der Regel zu Demotivation,

wenn Vorgesetzte sich gegenüber ihren Mitarbeitern von gesetzten Zielen distanzieren.“

(Joachim Bauer/ Prinzip Menschlichkeit/2008/S.208)

Die pädagogische Fachberatung fungiert in der partizipativen Prozessbegleitung nicht als klassisch „hierarchische „Vorgesetze_r“. Allerdings fungiert sie in ihrer Beratungsfunktion als „moralische Autorität“. Moralische Autorität macht sich nicht allein am Handeln fest, sondern vor allem auch in der persönlichen Ausstrahlung und Haltung. Die authentische Haltung der pädagogischen Fachberatung, ihre Werte und ihre Motivation sind wesentlich für die lebendige und stetige Weiterentwicklung. Die Teamprozesse müssen durch die pädagogische Fachberatung aktiv motivierend begleitet werden.

Als Fachberatung „motivierend zu agieren“ meint, sowohl fachliche Inputs geben zu können, als auch Impulse zur Veränderung und Entwicklung zu setzten, aber auch Raum, sowohl inhaltlich als auch zeitlich, für die Ausgestaltung zu geben.

„Dabei kommt es darauf an, pädagogische Fachkräfte von der Notwendigkeit und Richtigkeit notwendiger Veränderungen zu überzeugen und sie bei der konkreten Umsetzung eben dieser Veränderungen zu unterstützen. Grundlegend hierfür ist zunächst die eigene „reflexive Arbeit an der beruflichen Haltung“ (vgl. Hiltrud von Spiegel/Methodisches Handeln in der sozialen Arbeit/2013/S.89)

Um motivierend wirken zu können muss die pädagogische Fachberatung sich also ihrer persönlichen und beruflichen Motivation und ihrer Ziele bewusst sein und diese auch transparent machen können.

Sie muss darüber hinaus bereit und in der Lage sein, den pädagogischen Fachkräften und somit den Teamprozessen Raum für individuelle Entwicklung und zur Erarbeitung eigener Lösungswege zu lassen. Vorgeplante Programme und Zieldefinitionen sind hier kontraproduktiv.

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Wissenschaftliche Hausarbeit Kari Bischof-Schiefelbein PDF

Wir haben die Wahl Entwicklung oder Stillstand? :-)

Prof. Dr. Peter Kruse (Bildquelle nextpractice.de)

8 Regeln für den totalen Stillstand in Unternehmen

 Medien als Impuls zur inhaltlichen Auseinandersetzung nutzen

Der Film “Mitentscheiden und Mithandeln-Demokratie in der Kita” vom Bertelsmannprojekt “jung bewegt” erklärt anschaulich und komprimiert was Demokratiebildung in Kindertageseinrichtungen braucht.
Ein gelungenes Format als Impuls und Einstieg für Teamarbeit, Infoveranstaltungen oder auch Elternabende in der Kita.

Einfach mal reinschauen :-)

 

 Beschwer(d)en erwünscht!

Beschwerdeverfahren für Kinder

Beschweren erwünschtBeschwerden müssen sein

Im § 45 SBGV III ist es seit dem 1.1.2012 (endlich) fest verankert.

Zur Sicherung der Rechte von Kindern und Jugendlichen sind Träger aller Kinder- und Jugendhilfeinrichtungen gesetzlich dazu verpflichtet Partizpations- und Beschwerdeverfahren strukturell zu verankern und diese durch ihre Konzeption nachzuweisen.

(Abs. 3) “….das Verfahren der Beteiligung sowie der Möglichkeit der Beschwerde in persönlichen Angelegenheiten Anwendung finden….”

Damit hat der Gesetzgeber es deutlich ausformuliert:

Es reicht nicht aus “guten Willen” zu zeigen und die Beteiligung und Beschwerde (nur) als grundsätzliche Haltung in der Konzeption nieder zu schreiben. Es müssen ferner in jeder Einrichtung/bei jedem Träger klar strukturierte Verfahren(sabläufe) erarbeitet und ausformuliert werden. Diese Beschwerdeverfahren müssen dann im pädagogischen Alltag aktiv ausgestaltet sein, allen Kindern gleichermaßen zugänglich gemacht und jeden Tag auf’s Neue gelebt werden. Die Verantwortung hierfür tragen die pädagogischen Fachkräfte an der “Basis”

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Beschwer(d)en erwünscht PDF.docx

 

Mitentscheiden und Mithandeln

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Verlag Bertelsmann Stiftung

Wir brauchen Kindern Hilfsbereitschaft und Beteiligung nicht beibringen, wir müssen sie ihnen nur ermöglichen

Im Rahmen der Demokratiebildung stehen pädagogische Fachkräfte jeden Tag auf’s Neue vor der Herausforderung, sowohl ihre Fürsorgepflicht als auch die Rechte der Kinder miteinander in Einklang zu bringen.

Insbesondere die Kleinsten, der uns anvertrauten Kinder sind hier, auf die damit verbundene Professionalität, der sie betreuenden Erwachsenen angewiesen.

Was sich zunächst als weitere, den Arbeitsalltag belastende Aufgabe anfühlt, kann sich bei einer intensiven, dialogischen Auseinandersetzung durchaus als eine Erleichterung im Kiatalltag herausstellen.

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Hilfsbereitschaft und Beteiligung ermöglichen

 

Entscheidungsverfahren in der Kita

Laufsteg WettrennenMehrheits- oder Konsensentscheidung? Welches Verfahren nutzt man? Was sind die Vorteile? Was die Nachteile? 

Um Entscheidungsverfahren im Rahmen der Beteiligung sicher anzuwenden braucht es vor allem Übung.

Dabei sollten die pädagogischen Fachkräfte fehlerfreundlich sein, gegenüber sich selbst und vor allem gegenüber den Kindern.

Beteiligung will geübt sein. Es kommt auf den gemeinsamen Prozess an.

Um Entscheidungsfindungen herbei zu führen müssen sich die pädagogischen Fachkräfte über die vielfältigen Abstimmungsverfahren informieren.

Die Zusammenfassung von Entscheidungsverfahren soll dabei helfen, sich über Abläufe, Vor- und Nachteile klar zu werden. So kann mutig in die aktive Beteiligung durchgestartet werden.

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Entscheidungsverfahren